Flenski Anleitung: So verkaufst du deinen ersten Yoga-Kurs vollautomatisiert

Wie viele Stunden frisst dein Kursverkauf gerade wirklich?

Wie viele Stunden deiner Woche gehen drauf, bevor dein erster Online-Kurs auch nur eine einzige Bestellung von allein verarbeitet?

Beide Wege, deinen ersten Online-Kurs im Yoga-Business zu verkaufen – von Hand zusammengeschustert oder mit einem Tool wie Flenski automatisiert – stelle ich dir hier nebeneinander, als kleine Anleitung für deine eigene Entscheidung. Nicht als Werbung für die eine oder andere Seite, sondern als ehrlicher Vergleich von jemandem, der beide Varianten durchlebt hat.

Der Selbstbau-Versuch: Elementor, zehn Plugins und viele Tränen

2020 dachte ich, ich müsste als Yogalehrerin nebenbei auch noch Webentwicklerin werden. Mit Elementor und einem guten Dutzend zusammengesuchter Plugins baute ich mir eine Art digitales Frankenstein-System: ein Login-Plugin hier, eine Zahlungslösung dort, ein drittes für die Erinnerungsmails. Keins davon sprach wirklich mit dem anderen.

Jede neue Anmeldung bedeutete Handarbeit – Zugang manuell freischalten, Rechnung selbst tippen, hoffen, dass beim nächsten Update nichts zusammenbrach. Genau das hätte ich gerne vorher gewusst: dass zehn Plugins nicht zehnmal so viel können, sondern zehnmal so viel kaputtgehen kann.

Kein Support. Keine Rückmeldung, wenn eine Zahlung hängen blieb. Nur ich, mein Laptop und ein Gefühl von Überforderung, das mit jeder Woche wuchs.

Was sich änderte, als Flenski die Buchhaltung übernahm

Wie du deinen Kurs technisch überhaupt in Module und Lektionen strukturierst, beschreibe ich ausführlich in meiner Online-Kurs erstellen Schritt für Schritt Anleitung – hier soll es nur um das gehen, was danach passiert, also um den Verkauf selbst.

Ich saß eines Morgens beim Frühstück, klappte aus Gewohnheit den Laptop auf und sah drei neue Bestellungen, die über Nacht eingegangen waren, ohne dass ich eine einzige Nachricht geschrieben oder einen Zugang von Hand freigeschaltet hatte.

Meine Freundin und Yoga-Kollegin Cornelia Vogel schleppte mich daraufhin zu einem Kaffee auf den Viktualienmarkt und hatte einen selbstgebackenen Ingwerkuchen dabei – ihre Art, jeden noch so kleinen Erfolg zu feiern, egal wie unspektakulär er von außen aussieht.

Wo genau die Videos technisch liegen und wie sicher sie dort gespeichert sind, ist eine Entscheidung für sich, die an anderer Stelle mehr Platz verdient. Genauso, wie ein Mitgliederbereich im Detail aufgebaut sein muss, damit sich niemand verläuft – auch das würde diesen Text sprengen.

Automatisierung ist kein Ersatz für Nähe

Am Anfang hatte ich Angst, dass ein automatisiertes System kalt wirkt, dass sich Teilnehmerinnen wie eine Nummer fühlen. Genau das Gegenteil passierte: weil Flenski Rechnungen und Zugänge übernahm, blieb plötzlich Zeit für die Gespräche, die wirklich zählen. Es ist wie bei einer guten Grundbrühe, die von allein köchelt – du musst nicht ständig umrühren, um zu wissen, dass am Ende etwas Gutes dabei herauskommt.

Ob eine Teilnehmerin am Ball bleibt, hängt übrigens selten an der Technik, sondern an kleinen Motivations-Anstößen – ein eigenes Thema, dem ich an anderer Stelle mehr Raum gebe. Genauso das Aussehen der Kursseite, welche Farben, welche Schrift, welches Gefühl sie vermittelt, ist wieder eine andere Baustelle. Auch die Verkaufsseite selbst, wie so eine Landingpage überhaupt entsteht, spare ich mir bewusst an dieser Stelle.

Was im Hintergrund technisch automatisiert abläuft, von der Willkommensmail bis zur Rechnung, ist nochmal ein eigenes Kapitel, das ich anderswo genauer aufdrösle. Meine Leserin Anja Huber, Ernährungsberaterin aus Wien, schrieb mir neulich eine lange Mail mit fast denselben Fragen, die ich selbst vor Jahren hatte. Bei der Frage nach der richtigen Plattform bekommt sie fast Herzrasen, sobald jemand das Wort API in den Mund nimmt – deshalb reden wir nicht über Schnittstellen, sondern darüber, welches Gefühl eine Plattform beim Verkaufen gibt, und über die technische Anbindung des Zahlungsanbieters erst recht nicht, das bleibt ein eigenes Thema für sich.

Wo ich trotzdem von Hand arbeite

So mancher Coach will vom ersten Tag an den perfekten Funnel, bei dem nie wieder ein direktes Gespräch mit einer Kundin nötig ist.

Genau davon rate ich beim ersten Kurs ab. Ohne die direkten Nachrichten verstehst du die echten Einwände deiner Zielgruppe nie – warum jemand zögert, was ihr fehlt, ob sie sich für zu unbeweglich hält, um überhaupt mitzumachen.

Der Selbstbau-Weg zwingt dich in jedes Detail hinein, ob du willst oder nicht. Die automatisierte Version zwingt dich zu gar nichts – und genau das kann dazu führen, dass du den Kontakt zu früh ganz abgibst, wenn du nicht bewusst gegensteuerst und trotzdem ab und zu selbst in die Nachrichten schaust.

Für wen sich welcher Weg lohnt

Baue dir dein System von Hand, wenn du ohnehin gerne bastelst, viel Zeit übrig hast und jede Fehlermeldung als Lernchance siehst – dann kennst du deine Plattform irgendwann in- und auswendig, noch bevor du sie wirklich brauchst. Greife zu einem fertigen Tool wie Flenski, wenn dein Kalender schon voll mit Unterrichtsstunden ist und du die Zeit lieber in Kundinnen statt in Plugins steckst.

Die Zeit, die mir das automatisierte System zurückgibt, fließt heute direkt in mein Zeitmanagement als Coach, nicht mehr in Buchhaltungsfragen. Beide Wege funktionieren, nur eben nicht für dieselbe Phase, in der du gerade steckst – und wie bei jeder Asana zählt am Ende weniger, wie du reinkommst, sondern ob du stabil darin stehen bleibst.

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