Mein erster Online-Kurs: Alles was ich falsch gemacht habe und was du besser machen kannst

Der Moment, in dem ich fast mein MacBook aus dem Fenster im dritten Stock in Schwabing geworfen hätte.

Es war ein Dienstagabend im November 2020. Ich saß auf meiner Yogamatte, aber nicht um zu meditieren. Ich weinte. Um mich herum: drei leere Tassen Tee, ein Berg aus Post-its und ein Laptop, der seit 42 Minuten versuchte, ein Video hochzuladen, nur um dann bei 99 % mit einer Fehlermeldung abzubrechen. Mein erster Online-Kurs sollte das Licht der Welt erblicken. Spoiler: Er war eine Katastrophe.

Bevor wir tiefer in mein persönliches Technik-Drama eintauchen, ein kleiner Hinweis: Diese Seite enthält Affiliate-Links. Wenn du über einen meiner Links kaufst, bekomme ich eine kleine Provision – für dich entstehen dabei absolut keine zusätzlichen Kosten. Ich verlinke hier nur Tools wie Mentortools oder Coachy, die ich selbst genutzt habe oder für meine Kunden im Schlaf bedienen kann.

Damals dachte ich, ich müsste alles alleine machen. Ich bin Yogalehrerin. Ich kann Menschen in den herabschauenden Hund korrigieren, während ich über inneren Frieden spreche. Aber von Server-Hosting, Plugins und Video-Komprimierung hatte ich so viel Ahnung wie eine Kuh vom Schlittschuhlaufen. Mein Weg war steinig, teuer und voller Tränen. Aber genau deshalb schreibe ich das hier: Damit du die Abkürzung nehmen kannst.

Fehler Nr. 1: Das „Über-Kochen“ oder: Warum Perfektionismus dein Business killt

Kennst du das, wenn du ein neues Rezept ausprobierst und so viele Gewürze hinzufügst, dass man am Ende gar nichts mehr schmeckt? Genau das habe ich mit meinem ersten Kurs gemacht. Ich wollte 12 Module, 60 Videos, 15 Workbooks und eine 24/7-Betreuung anbieten. Für 97 Euro. Wahnsinn, oder?

Ich habe drei Monate lang nur Inhalte produziert. Ohne zu wissen, ob überhaupt jemand diesen Kurs kaufen will. Ich war wie eine Köchin, die ein ganzes Buffet für 100 Leute vorbereitet, aber vergessen hat, die Einladungen zu verschicken. Mein ehrliches Fazit nach 6 Wochen Vorbereitung damals: Ich war völlig ausgebrannt, noch bevor die erste Anmeldung reinkam.

Heute weiß ich: Ein guter Online-Kurs ist wie eine perfekte Tomatensauce. Wenige, aber hochwertige Zutaten. Ein klares Ziel. Ein Problem lösen. Nicht mehr und nicht weniger. Wenn du heute startest, fang klein an. Ein Mini-Kurs für 29 Euro ist besser als ein Mammut-Projekt, das nie fertig wird, weil du Angst vor der Technik hast.

Fehler Nr. 2: Die WordPress-Hölle (und warum ich heute auf Mentortools schwöre)

Ich wollte Geld sparen. „Das kann man doch alles mit WordPress machen“, sagte ein Bekannter, der „was mit IT“ macht. Also installierte ich WordPress. Und dann ein Plugin für den Mitgliederbereich. Und eins für die Zahlungen. Und eins für das Design. Am Ende hatte ich 17 verschiedene Plugins, die sich gegenseitig nicht ausstehen konnten.

Meine Seite war so langsam wie eine Schnecke auf dem Weg zum Yoga-Retreat. Ständig gab es Fehlermeldungen. Warum ich 2026 mein WordPress-Chaos beerdigt habe: Meine Erfahrung mit Coachy als Technik-Muffel erzähle ich in einem anderen Artikel, aber der Schmerz von 2020 sitzt immer noch tief.

Nachdem ich drei verschiedene Plattformen getestet habe, bin ich bei Lösungen gelandet, die mir das Denken abnehmen. Mein absoluter Favorit für alle, die es professionell und „alles an einem Ort“ wollen, ist Mentortools. Es kostet etwa 99 Dollar im Monat, aber es spart dir Nerven im Wert von Millionen. Du musst dich nicht um Updates kümmern, das Design steht innerhalb von Minuten und der Support spricht Deutsch. Ein Segen für uns Coaches!

Warum Mentortools mein „Hero“ ist:

Für den absoluten Einstieg, wenn das Budget noch sehr knapp ist, empfehle ich oft auch COACHY. Es ist mit rund 37 Dollar unschlagbar günstig und super intuitiv. Ich habe erst kürzlich im März 2026 einer Kollegin geholfen, ihren ersten Kurs dort hochzuladen – es hat keine drei Stunden gedauert.

Fehler Nr. 3: Das Schweigen der Lämmer (Marketing-Fail)

Ich dachte wirklich: „Wenn ich den Kurs online stelle, werden die Leute schon kommen.“ Spoiler: Niemand kam. Außer meiner Mutter und einer Freundin aus meiner Ausbildung. Ich hatte insgesamt 4 Teilnehmerinnen bei meinem ersten Launch. Mein Umsatz: 388 Euro. Meine Kosten für Tools, Mikrofone (die ich nicht bedienen konnte) und Anzeigen: fast 700 Euro.

Ich hatte vergessen, eine Community aufzubauen. Ich hatte keine E-Mail-Liste. Ich hatte nur Hoffnung. Und Hoffnung ist keine Strategie, weder beim Yoga noch im Business. Warum ich meine Kurs-Plattform im Januar gewechselt habe (und dabei 852 Euro 'Lehrgeld' gezahlt habe), lag auch an solchen Fehlplanungen. Man lernt eben nie aus.

Was ich heute anders machen würde (und was du direkt umsetzen kannst)

Wenn ich heute, im April 2026, nochmal ganz von vorne anfangen müsste, ohne Follower und ohne Technik-Wissen, wäre das mein Schlachtplan:

  1. Technik einfach halten: Ich würde keine Sekunde mehr mit WordPress verschwenden. Ich würde mir einen Account bei Mentortools oder COACHY klicken und sofort starten.
  2. Beta-Runde drehen: Ich würde den Kurs erst einmal live via Zoom halten und das Feedback der Teilnehmer nutzen, um die Videos für den Selbstlernkurs aufzunehmen. Das spart so viel Zeit!
  3. Frühzeitig darüber sprechen: Schon während ich die ersten Notizen mache, würde ich meine Community auf Instagram mitnehmen. Authentizität schlägt Perfektion immer.

Der wichtigste Rat, den ich dir geben kann: Hab keine Angst vor den Fehlern. Sie sind wie eine wackelige Balance-Übung. Man fällt um, man lacht kurz (oder flucht), man steht wieder auf und probiert es nochmal. Nur so lernt man.

Ich habe jahrelang gegen die Technik gekämpft, bis ich gemerkt habe, dass die Technik nicht mein Feind ist – ich hatte nur die falschen Werkzeuge. Warum ich nach 3 Jahren endlich meine Technik-Angst besiegt habe: Mein Wechsel zu Coachy war einer dieser Meilensteine, die alles verändert haben.

Mein ehrliches Fazit nach all den Jahren

Online-Kurse zu erstellen ist kein Hexenwerk, wenn man sich erlaubt, Anfängerin zu sein. Mein erster Kurs war objektiv gesehen ein Flop, aber subjektiv war er mein wichtigstes Lehrstück. Heute helfe ich anderen Coaches dabei, genau diese Fehler zu vermeiden, damit sie sich auf das konzentrieren können, was sie wirklich lieben: Menschen zu helfen.

Wenn du gerade an dem Punkt stehst, an dem du dich fragst, welche Plattform die richtige für dich ist: Überleg dir, wie viel Zeit dir deine Ruhe wert ist. Wenn du keine Lust auf Plugin-Updates und CSS-Codes hast, schau dir Mentortools an. Es ist die Investition wert, weil es dir den Rücken freihält für deine eigentliche Arbeit.

Fang einfach an. Auch wenn es unperfekt ist. Dein zukünftiges Ich wird es dir danken, wenn du in einem Jahr auf diesen Moment zurückblickst und siehst, wie weit du gekommen bist. Namaste und viel Erfolg bei deinem ersten Kurs!

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