Eine einzige Zeile in leuchtendem Rot auf dem Bildschirm: „API Connection Failed". Sonst nichts. Keine Erklärung, kein Hinweis, was schiefgelaufen war, nur dieser rote Balken, der mir sagte, dass meine Yoga-Schülerinnen schon wieder nicht an ihr Abend-Video kamen. Diese Zeile ist der eigentliche Startpunkt für diesen Erfahrungsbericht – und für die Geschichte, warum ich nach drei Jahren voller Technik-Angst endlich bei einer Online-Kurs-Plattform gelandet bin, mit der ich mich nicht mehr klein fühle: Coachy.
Angefangen hat das ganze Drama nicht mal mit einer richtigen Plattform. Am Anfang habe ich meine Kurse einfach live über Zoom gehalten, ohne Aufzeichnung, und den Link jedes Mal von Hand an jede einzelne Schülerin verschickt. Das ging vielleicht bei fünf Leuten gut. Bei zwanzig war ich abends nur noch am Kopieren und Einfügen von E-Mail-Adressen, und wer den Termin verpasst hatte, hatte einfach Pech gehabt.
Also bin ich zu einer der großen US-Plattformen gewechselt, weil das angeblich alle „richtigen" Coaches so machen. Fast hundert Euro im Monat zahlte ich für eine Plattform, von der ich vielleicht die Hälfte verstanden habe. Das war, als würde ich mir eine Profiküche mieten, nur um morgens ein Rührei zu braten. Totaler Overkill – und genau da saß ich dann, mit dieser roten Fehlermeldung, und keine Ahnung, was eine API überhaupt ist.
Meine Gründe für die Technik-Angst
Mein größter Fehler war zu glauben, dass kompliziertere Technik mein Business seriöser macht. Genau das Gegenteil war der Fall, sie hat mich blockiert. Jedes Mal, wenn ich neue Inhalte hochladen wollte, hatte ich Bauchschmerzen, weil danach meist zwei Stunden englischer Support-Chat warteten. Über die Fehlentscheidungen aus dieser Zeit habe ich schon in meinem Bericht zum Wechsel im Januar geschrieben.
An einem Nachmittag bin ich einfach losgelaufen, rüber zum Viktualienmarkt, nur um nicht mehr auf den roten Fehlerbalken starren zu müssen. Zwischen den Marktständen habe ich eine Freundin getroffen, die seit Jahren Pilates auf dem Reformer macht und dabei völlig entspannt wirkt, während ich innerlich noch am Kochen war. Sie hat nur gefragt, warum ich mir das eigentlich noch antue, wenn es doch offensichtlich nicht funktioniert.
Der Wechsel zu Coachy war die reinste Erleichterung
Im Frühjahr habe ich dann den Schlussstrich gezogen. Ich wollte etwas, das sich anfühlt wie eine gut eingespielte Yogastunde: ausrollen und loslegen, ohne kryptische englische Begriffe und ohne Rätselraten beim Thema DSGVO.
Entschieden habe ich mich für Coachy, weil es sich trotz Budget-Preis nach einer durchdachten Online-Kurs-Plattform anfühlt und nicht nach einer Notlösung. Über 10.000 Coaches nutzen es inzwischen, was mir zumindest zeigt, dass ich nicht die Einzige mit dieser Idee war. Alles ist auf Deutsch, die Struktur ist logisch, und du brauchst kein Informatik-Studium, um einen Button zu verschieben. Wer alles an einem einzigen Ort haben möchte – Kurse, Mitgliederbereich und Landingpages in einem Tool –, für den ist Mentortools die umfangreichere Alternative, aber für meinen Neustart war die schlankere Lösung genau richtig.
Der Umzugstag ohne Drama
Für den Umzug hatte ich mir ein ganzes Wochenende freigehalten, weil ich mit mindestens 20 Stunden Arbeit gerechnet habe. Am Samstagnachmittag war ich fertig, inklusive einer langen Yin-Yoga-Session dazwischen.
Am meisten hat mich die User Experience gepackt: Video hochladen, Text dazuschreiben, fertig, kein Kampf mit CSS-Code oder Plugins, die sich gegenseitig lahmlegen. Endlich Erleichterung für alle, die beim Wort „Backend" eher an Rückenschmerzen denken als an Technik.
Falls du gerade ganz am Anfang stehst: Mein Leitfaden zu digitalen Produkten ohne Technik-Vorkenntnisse hätte mir 2020 einiges an Frust erspart.
In der vierten Woche mit der neuen Plattform saß ich beim Frühstück, Laptop aufgeklappt, und sah drei neue Bestellungen, die einfach über Nacht reingekommen waren, ganz ohne dass ich nachts wach gelegen und nachgesehen hätte, ob der Support-Chat wieder nur auf Englisch antwortet.
Mein Blutdruck ist seitdem messbar ruhiger, und ich habe mittlerweile drei kleine Kurse auf der neuen Plattform laufen. Wenn ich eine Frage habe, schreibe ich dem Support und bekomme eine Antwort, die ich auf Anhieb verstehe, kein Bot, keine Textbausteine. Deine Kundinnen kaufen am Ende ohnehin deinen Inhalt und nicht deine komplizierte Website, und ein deutsches Interface spart dir pro Woche locker ein bis zwei Stunden Rätselraten, die du besser in echte Kursarbeit steckst.
Ballast abwerfen und einfach loslegen
Das hätte ich gerne vorher gewusst: Technik-Angst hat nichts mit deiner Intelligenz zu tun und alles mit dem falschen Werkzeug in der Hand. Ich dachte lange, ich sei einfach „zu unbegabt" für Online-Kurse, dabei hatte ich schlicht das falsche Tool erwischt.
Über die ganzen Anfängerfehler aus meinem allerersten Kursjahr erzähle ich ausführlicher in meinem Bericht über meinen ersten Online-Kurs und alle Katastrophen. Wie du Zahlungen mit Digistore24 verknüpfst, wie deine Kursstruktur am Ende aussieht, wie du E-Mails automatisierst, wo deine Videos am besten liegen, wie du deine Teilnehmerinnen bei der Stange hältst und wie du am Ende dein Branding hübsch machst, sind alles eigene Themen für andere Tage – hier ging es nur um den einen Schritt, der bei mir alles ins Rutschen gebracht hat.
Wenn ich abends die neuen Kursvideos schneide, hängt manchmal noch dieser leicht gummige Mattengeruch von der letzten Yogastunde in der Nase, ein kleines Zeichen, dass Technik und Yoga inzwischen ganz gut nebeneinander funktionieren, statt sich gegenseitig im Weg zu stehen. Sitzt du gerade selbst vor deinem Laptop und bist kurz davor, alles hinzuschmeißen: Wahrscheinlich liegt es nicht an dir, sondern an deinem Werkzeug. Coachy war für mich der Yoga-Block, der genau die richtige Höhe gibt, um stabil zu stehen, ohne dass du dich verrenken musst. Die eine Lehre, die bei mir wirklich hängengeblieben ist: Sobald das Werkzeug einfach genug ist, verschwindet die Angst von ganz allein, und dann bleibt nur noch die Arbeit, die du sowieso liebst.