Mentortools Tutorial: So baust du deinen Mitgliederbereich in unter 60 Minuten (2026 Update)

Aktualisiert

Ein leises Pling im Postfach, mehr nicht: eine neue Kursanmeldung, automatisch bestätigt, ohne dass ich einen Finger krumm mache. Genau dieses Geräusch ist für mich der Beweis, dass ein Mitgliederbereich funktioniert, den ich mit Mentortools gebaut habe, und dass sich der Aufbau meines Online-Kurses gelohnt hat. Willkommen zu diesem Tutorial, das dir genau zeigt, wie das geht.

Sechzig Minuten sind der Rahmen, den Mentortools verspricht, bei mir waren es am Ende 56 – aufgeteilt in fünf klare Blöcke: Branding, Struktur, Content, Zahlungen, Kontrolle. Wer diese Reihenfolge einhält, kommt ohne stundenlanges Hängenbleiben an Kleinigkeiten durch. Das ist die eigentliche Regel hinter diesem Tutorial: nicht Perfektion in jedem Schritt, sondern ein fester Zeitrahmen pro Aufgabe.

Was ein gutes Mitgliederbereich-Tutorial wirklich braucht

Bevor ich bei Mentortools gelandet bin, habe ich einen Webentwickler beauftragt, meinen ersten Mitgliederbereich von Grund auf zu programmieren. Sechs Wochen lang kam nichts, keine Rückmeldung, kein Entwurf, nur vage Versprechen im Posteingang. Irgendwann habe ich Tobias Kraft geschrieben, einem befreundeten Online-Unternehmer, der auf Nachrichten grundsätzlich zu spät antwortet, dafür aber immer mit einem einzigen, sehr genauen Hinweis. Diesmal war es: Bau es nicht selbst, nimm ein fertiges Tool. Das hätte ich mir gerne früher gesagt, bevor ich sechs Wochen gewartet habe.

Welche Plattform am Ende die richtige ist, hängt von Zielgruppe und Budget ab. Das ist nochmal eine eigene Entscheidung für sich, die hier nicht das Thema ist. Was einen Mitgliederbereich aus Nutzersicht wirklich gut macht, also die Klick-Führung, die Übersicht, das Gefühl beim ersten Login, ist ebenfalls ein eigenes Kapitel. Dieses Tutorial bleibt bewusst technisch: Es zeigt nur, wie du in Mentortools konkret klickst, Modul für Modul, bis der Bereich steht. Und falls du auch schon eine Verkaufsseite im Kopf hast: Die Landingpage, auf der Leute überhaupt erst kaufen, ist ein komplett anderes Projekt als der Mitgliederbereich selbst, den sie nach dem Kauf betreten.

Branding-Einstellungen für den Mentortools Mitgliederbereich am Laptop anpassen

Branding zuerst: die Tischdeko in acht Minuten

Die ersten acht Minuten gehören der Optik: Logo hochladen, Hauptfarbe einstellen, fertig. Mentortools nennt das ein Design-Theme, praktisch ein bereits gedeckter Tisch, bei dem du nur noch Servietten und Menükarte austauschst. Acht Minuten, mehr nicht – wenn du dir vorher deine zwei Hauptfarben in ein Textdokument geschrieben hast, statt live danach zu suchen. Genauere Fragen zu Typografie, Bildsprache oder dem großen Ganzen hinter deinem Look gehören in ein eigenes Kapitel über Branding-Design, nicht in diesen Schritt hier.

Wie du die Kursstruktur in 17 Minuten aufstellst

Eine gute Yoga-Stunde braucht einen Flow, dein Kurs braucht genau dasselbe: Ankommen, Aufbau, Vertiefung, Abschluss. In Mentortools legst du dafür Module und Lektionen an, praktisch Ordner mit Unterordnern, nur deutlich hübscher. Die vier Module hatte ich vorher auf Papier notiert und musste in diesen 17 Minuten nur noch die Platzhalter anlegen, Modul 1, Modul 2, und so weiter, Lektion für Lektion. Wie du deine Inhalte sinnvoll auf diese Module verteilst – welche Reihenfolge lernpsychologisch Sinn ergibt – ist wieder eine andere Frage, die den Rahmen von diesem Schritt sprengt.

Kursstruktur für den Online-Kurs auf Papier geplant, bevor sie in Mentortools angelegt wird

Content hochladen, ohne lange zu zögern

Videos und PDFs ziehst du in Mentortools per Drag-and-Drop in die passende Lektion, mehr Technik braucht es nicht. Für meine eigenen Aufnahmen sitze ich an meinem L-förmigen Schreibtisch, links läuft der Bildschirm mit dem Videoschnitt, rechts das Mentortools-Backend, die Ringlampe daneben ausgerichtet auf das Südfenster. Wo genau die Videos technisch gespeichert werden und was das für Ladezeiten oder Rechte bedeutet, ist ein eigenes, ziemlich technisches Thema für sich. Hier zählt nur, dass der Upload funktioniert. Wenn du deine Teilnehmer auch unterwegs glücklich machen willst, ist es außerdem praktisch, die Mentortools App einzurichten, damit sie ihre Übungen direkt auf der Matte im Wohnzimmer abrufen können.

Bei jeder Lektion ließe sich ewig am Einführungstext feilen. Die Regel, die sich bei mir durchgesetzt hat: Video zuerst hochladen, eine kurze Checkliste darunter, der Rest kommt später.

Zahlungen und Zugang automatisch regeln

Ich verbinde meine Zahlungen über Digistore24, du kopierst nur einen API-Schlüssel und wählst dein Produkt aus – in acht Minuten erledigt. Ab dem Moment schickt das System jedem, der kauft, automatisch die Zugangsdaten per E-Mail, ohne dass ich sonntagabends Passwörter von Hand verschicken muss, wie früher. Diese Automatisierung ist für mich der größte Hebel in der ganzen Einrichtung, auch wenn das eigentliche Innenleben der Verknüpfung, welche Daten wohin fließen, ein eigenes technisches Thema bleibt, das hier nicht vertieft wird.

Marcus Böhm, Fitnesstrainer aus Hamburg und Mitglied meiner Newsletter-Community, hat wochenlang Coachy und Mentortools in den Kommentaren verglichen, bevor er sich für Letzteres entschied. Nach jedem erledigten Schritt schickt er mir bis heute einen kleinen Dankes-Screenshot.

Erfolgreiche Zahlungsanbieter-Verknüpfung im Mentortools Mitgliederbereich

Der letzte Check vor dem Live-Gang

Die letzten drei Minuten gehören dem Test-Account. Ich logge mich ein, klicke durch jede Lektion, prüfe, ob Video und PDF laufen. Kurz bevor der Timer bei 56 stehen bleibt, tippe ich den Kurslink in die Adresszeile. Zum ersten Mal ohne das kleine innere Seufzen, das mich bei jedem früheren Tool-Wechsel begleitet hat. Ob deine Teilnehmer während des Kurses motiviert bleiben, ob sie Lektionen wirklich abschließen oder schon nach kurzer Zeit abspringen, ist nochmal ein eigenes Thema, das mit dem reinen technischen Aufbau erstmal nichts zu tun hat.

Was ich beim nächsten Kurs anders mache

Mein größter Umweg war der eigene Perfektionismus: hunderte Euro für Plugins, die ich nicht verstanden habe, weil ich unbedingt das Rad neu erfinden wollte, statt eine fertige Plattform zu nehmen. Kunden kaufen einen Kurs nicht wegen einer hübschen Login-Animation. Sie kaufen ihn wegen deiner Erfahrung und deiner Stimme, die Technik muss nur eines liefern: funktionieren und aus dem Weg gehen. Wenn du noch zwischen Tools schwankst, findest du in meinem Vergleich zu Coachy vs Mentortools die Unterschiede im Detail. Und wenn du länger als 15 Minuten an einer Schriftart hängst: Maus loslassen, kurz aufstehen, weitermachen, es ist egal. Ein aufgeräumtes Backend spart am Ende mehr Nerven als jedes perfekt gewählte Tool – dazu findest du mehr in meinen Membado Erfahrungen.

Zufriedene Coachin blickt auf ihren fertigen Mitgliederbereich für den Online-Kurs mit Mentortools

Kompliziert oder einfach: der eigentliche Unterschied

Der Wechsel von einer selbstgebauten Lösung zu einer spezialisierten Plattform fühlt sich an wie der Umstieg von einem alten Fahrrad auf ein E-Bike: Ich trete immer noch selbst in die Pedale, nur der Berg fühlt sich plötzlich flacher an. An der Wand über meinem Schreibtisch hängt eine handgeschriebene Postkarte: Anfängerin zu sein ist kein Makel.

Du musst keine Technikerin sein, um deinen Mitgliederbereich zu bauen. Du brauchst einen Timer, 60 Minuten und die Bereitschaft, den ersten Schritt zu machen, nicht morgen, sondern jetzt.

Vielleicht hörst du irgendwann auch dieses leise Pling im Postfach, eine neue Anmeldung, während du selbst gerade ganz woanders bist. Genau dafür lohnt sich die eine Stunde. Viel Erfolg beim Bauen, und ein bisschen Namasté schadet dabei auch nicht.

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