Mentortools Kurs anlegen: So strukturierst du deine Inhalte einfach und logisch

Spät abends im letzten August saß ich vor meinem Laptop, der Tee war längst kalt, und ich starrte auf ein Chaos aus 50 unsortierten Video-Dateien, die eigentlich mein neuer Yoga-Kurs werden sollten. Kennst du das Gefühl, wenn du so viele Zutaten auf der Arbeitsplatte hast, dass du gar nicht mehr weißt, welches Gericht du eigentlich kochen wolltest? Genau so fühlte ich mich. Mein Kopf war voll mit Wissen, aber mein Dashboard war leer.

Ich bin Yogalehrerin aus München. Mein Business findet normalerweise auf der Matte statt, nicht im Backend einer Software. Aber ich wollte diesen Online-Kurs. Ich wollte weg von der reinen 1-zu-1-Zeit gegen Geld. Doch jedes Mal, wenn ich an das Wort 'Struktur' dachte, bekam ich Schnappatmung. Das liegt wohl an meinem Technik-Trauma von 2020. Damals versuchte ich, meinen ersten Kurs mit WordPress-Plugins zu bändigen. Ich scheiterte kläglich an der Logik, weil ich wie eine Lehrerin dachte, aber wie eine Programmiererin denken musste.

Vielleicht hast du auch schon mal versucht, digitale Produkte zu verkaufen und bist an den ersten Schritten verzweifelt. Ich erinnere mich noch zu gut an das Gesicht meiner ersten Kundin 2020, die mich anrief, weil sie Lektion 4 nicht fand, die ich versehentlich in einem Unterordner von Modul 7 versteckt hatte. Es war peinlich, frustrierend und hat mich fast dazu gebracht, alles hinzuschmeißen.

Das Haus-Metapher-Prinzip: Ordnung schaffen ohne Kopfschmerzen

Mitte November saß ich dann das erste Mal vor Mentortools. Als jemand ohne Tech-Hintergrund lerne ich alles durch Ausprobieren – Trial and Error ist mein zweiter Vorname. Was mich sofort beruhigt hat, war die klare Hierarchie. Bei Mentortools gibt es genau 3 Strukturebenen. Nicht mehr, nicht weniger. Stell es dir wie ein Haus vor, das du für deine Gäste einrichtest:

In Mentortools legst du zuerst dein 'Haus' an. Dann fügst du die 'Zimmer' (Module) hinzu und füllst diese mit den 'Möbeln' (Lektionen). Diese Dreier-Logik ist das Gegenteil von dem verschachtelten Labyrinth, das ich früher gebaut hatte. Es ist so simpel, dass man fast nichts falsch machen kann. Und das Beste: Es ist alles 100% DSGVO-konform, da die Server in Deutschland stehen. Das gibt mir als Münchnerin ein sicheres Gefühl, weil ich mich nicht mit komplizierten Datenschutz-Fragen aus Übersee herumschlagen muss.

Der größte Fehler: Logik vs. Psychologie

Hier kommt der Punkt, den ich schmerzhaft lernen musste: Strukturiere deinen Kurs nicht nach rein logischer Wissensvermittlung, sondern ausschließlich nach der psychologischen Überwindung der größten Schmerzpunkte deiner Kunden. Wir Coaches neigen dazu, von A bis Z alles erklären zu wollen. Erst die Geschichte des Yoga, dann die Anatomie, dann die Übung. Gähn.

Deine Kunden kaufen deinen Kurs nicht, weil sie ein Lexikon wollen. Sie kaufen ihn, weil sie ein Problem haben. Wenn jemand mit Rückenschmerzen zu mir kommt, will er nicht erst wissen, wie die Wirbelsäule auf Latein heißt. Er will, dass der Schmerz aufhört. Jetzt sofort. Also ist mein erstes Modul nicht 'Einführung', sondern 'Soforthilfe bei akuten Verspannungen'.

In Mentortools kannst du diese Module ganz einfach per Drag-and-Drop verschieben. An einem verregneten Sonntag im April saß ich da und habe meine gesamte Kursstruktur noch einmal umgeworfen. Ich habe die 'langweiligen' Theorie-Teile nach hinten geschoben und die Erfolgserlebnisse an den Anfang gestellt. Das ist wie beim Kochen: Wenn der Gast Hunger hat, servierst du nicht erst einen Vortrag über den Anbau von Tomaten, sondern eine Vorspeise.

Interaktion einbauen: Die Würze in deinem Kurs-Süppchen

Ein Kurs ohne Interaktion ist wie Yoga ohne Atmung – es fehlt der Geist. Mentortools bietet standardmäßig 4 verfügbare Quiz-Typen an. Ich nutze sie nicht, um meine Teilnehmer zu prüfen (wir sind ja nicht in der Schule!), sondern um ihnen zu zeigen, wie viel sie schon gelernt haben. Es ist ein kleiner Schulterklopfer zwischendurch.

Ich habe zum Beispiel nach dem ersten Modul ein kurzes Quiz eingebaut, das eigentlich nur dazu da ist, die Motivation zu steigern. 'Welcher Atem-Typ bist du?' – Solche Fragen machen Spaß und binden die Leute an den Inhalt. Wenn du einen Mitgliederbereich erstellen willst, der wirklich funktioniert, musst du diese kleinen Belohnungsmomente einplanen.

Die Ruhe nach dem Sturm: Mein Dashboard heute

Vor etwa drei Wochen habe ich meinen neuesten Mini-Kurs in Mentortools angelegt. Es hat mich keine Stunde gekostet. Früher hätte ich dafür drei Tage und eine Packung Baldrian gebraucht. Heute öffne ich mein Dashboard und spüre die gleiche Ruhe wie in meinem Münchner Studio, kurz bevor die erste Stunde beginnt. Alles hat seinen Platz.

Es ist dieses sanfte, fast lautlose Klicken meiner Maus, wenn ein Modul in Mentortools an die richtige Stelle rutscht und die rote Fehlermeldung endlich verschwindet. Dieses Geräusch ist für mich purer Seelenfrieden. Es bedeutet, dass die Technik mir dient und nicht umgekehrt.

Wenn du gerade erst startest, schau dir vielleicht auch mal an, wie andere Plattformen das lösen. Ich habe früher auch darüber geschrieben, wie man eine Online-Kurs-Plattform für Coaches auswählt, wenn man absolut kein Technik-Chaos will. Mentortools ist für mich der Favorit, wenn es um diese klare, deutsche Struktur geht.

Mein wichtigster Rat an dich: Fang nicht mit dem Hochladen der Videos an. Nimm dir ein Blatt Papier, zeichne deine drei Ebenen (Haus, Zimmer, Möbel) auf und frag dich bei jeder Lektion: Hilft das meinem Kunden gerade gegen seinen größten Schmerz? Wenn nicht, schieb es nach hinten oder lass es ganz weg. Ein schlanker, logischer Kurs wird viel eher abgeschlossen als ein aufgeblähtes Monster-Projekt.

Du musst keine Informatikerin sein, um das zu schaffen. Du musst nur den ersten Schritt auf die Matte wagen. Die Struktur kommt dann fast von allein, wenn du dich traust, einfach mal auf 'Neues Modul anlegen' zu klicken. Vertrau mir, wenn ich das geschafft habe, schaffst du das auch.

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