Mentortools Bundle erstellen: So verkaufst du mehrere Online-Kurse im Paket

Zwei Bestätigungsmails liegen offen nebeneinander, ich tippe zum zweiten Mal denselben Freischaltlink in eine Nachricht, weil die Kundin schwört, sie hätte nie einen bekommen, genau das Chaos, das digitaler Vertrieb ohne die richtige Technik anrichtet.

Eigentlich ging es nur um zwei fertige Module: eins für besseren Schlaf, eins für Morgen-Meditationen. Für ein Coaching-Business, das online laufen soll, ist genau das der Punkt, an dem aus nettem Online-Kurs-Marketing schnell ein technisches Drama wird, sobald zwei Kurse zwei getrennte Logins brauchen.

Mentortools-Tutorial: Was ein Bundle im Hintergrund wirklich macht

Bevor ich bei Mentortools gelandet bin, hatte ich Thinkific ausprobiert und nach zwei Wochen ratlos wieder aufgegeben. Die Verknüpfung mehrerer Kurse zu einem Paket habe ich dort einfach nicht kapiert, und jede Antwort aus dem Support hat mich eher noch mehr verwirrt zurückgelassen.

Ein Bundle ist im Kern ein digitaler Container. Du bestimmst, welche Kurse zusammengehören, und das System verknüpft sie automatisch mit einem einzigen Zugang. Keine zweite Anmeldung. Kein zweiter Link. Keine separate Landingpage für jede denkbare Kombination.

Das hätte ich mir am Anfang gerne sagen lassen: Ein Bundle braucht keine eigene Landingpage und auch keine zweite Video-Hosting-Lösung dafür, es hängt sich einfach an die Kurse, die schon existieren.

Mentortools Tutorial: Nahaufnahme einer Hand an der Tastatur beim Einrichten eines Kurs-Bundles im digitalen Vertrieb

Wie richtest du dein erstes Bundle in Mentortools ein?

Im Backend wählst du die Kurse aus, die zusammen verkauft werden sollen, setzt bei jedem ein Häkchen und bestätigst die Verknüpfung – mehr braucht der Rahmen erstmal nicht.

Wichtig ist dabei die Grenze: Im Basic Plan kannst du bis zu 3 Kurse anlegen, was für ein erstes Bundle meistens reicht. Wer mehr Module kombinieren will, braucht den Pro Plan mit bis zu 10 Kursen.

Wie du die Inhalte innerhalb eines einzelnen Kurses strukturierst, ist eine andere Geschichte – hier geht es nur um die Verpackung mehrerer fertiger Kurse zu einem Paket.

Danach lohnt sich ein Blick aufs Mentortools Branding anpassen, damit das Paket optisch wie aus einem Guss wirkt und nicht wie zwei zusammengewürfelte Kurse. Meine Nachbarin Heike Baumann, die hauptberuflich fotografiert, hat sich mein Vorschaubild dafür angeschaut und ohne Umschweife gesagt, dass die Schrift kaum lesbar sei – so eine ehrliche Rückmeldung ersetzt jede Design-Vorlage. Wie du den ganzen Mitgliederbereich drumherum sinnvoll aufbaust, ist nochmal ein eigenes Thema, aber fürs Bundle reicht erstmal: ein Zugang, klar sortiert, keine Verwirrung.

Mentortools Backend-Ansicht: Kurse für ein Bundle im Online-Kurs-Marketing auswählen

Mehrwertsteuer, Checkout und Zahlungsintegration im Blick behalten

Bei digitalen Produkten in Deutschland fällt in der Regel die Mehrwertsteuer von 19% an, und Mentortools weist sie auf der Checkout-Seite automatisch aus.

Die technische Zahlungsintegration im Hintergrund übernimmt die Plattform komplett – dazu gäbe es nochmal ein eigenes Kapitel für sich. Welche Plattform überhaupt die richtige für dich ist, hatte ich mit dem Thinkific-Fehlversuch ja schon angedeutet, aber auch das ist eine andere Geschichte.

Warum weniger Kurse im Bundle mehr verkaufen

Manche predigen: Pack alles rein, was du hast, dann wirkt das Angebot größer. Das Gegenteil stimmt öfter, und genau das habe ich auf die harte Tour gelernt.

Stell dir eine Speisekarte mit zweihundert Gerichten vor: Du bestellst am Ende das, was du immer nimmst, oder gar nichts. Bei Kurs-Bundles ist es genauso – ein Paket sollte ein einziges, klares Problem lösen, nicht "alles, was ich jemals zu Yoga gedacht habe".

Ob deine Teilnehmerinnen das Bundle wirklich durcharbeiten oder bei Kurs zwei steckenbleiben, siehst du im Mentortools Teilnehmer Fortschritt sehen. Wie du das Engagement selbst hochhältst, ist nochmal ein eigenes Kapitel – hier zählt erstmal nur, dass das Paket überhaupt zu Ende gemacht wird.

Smartphone mit Verkaufsbenachrichtigung für ein Mentortools Bundle im Coaching-Business-Alltag

Bleibt die Automatisierung auch nachts zuverlässig?

Neulich lag ich schon auf der Matte, mitten in der letzten Entspannung meiner eigenen Abendpraxis, als das Handy kurz aufblinkte – irgendwo hatte sich gerade jemand für beide Kurse eingeschrieben, ohne dass ich einen Finger gerührt hätte.

Am nächsten Morgen, noch vor dem ersten Schluck Kaffee, blinzelte ich gegen die Morgensonne auf dem Bildschirm und sah die Bestätigung immer noch dort liegen: eine E-Mail, ein Zugang, beide Kurse drin.

Meine Kollegin Ulrike Herrmann aus Düsseldorf hat genau das kürzlich nachgebaut – sie liest jeden Schritt dreimal, bevor sie klickt, und hatte ihr erstes Bundle stehen, ohne mir eine einzige Rückfrage zu schicken. Für alles, was danach automatisch per E-Mail weiterläuft, gibt es nochmal eine ganz eigene Automatisierungs-Baustelle. Falls deine Teilnehmerinnen viel unterwegs sind, hilft übrigens die Mentortools App – dann liegt der Kurs buchstäblich mit auf der Matte.

Fang klein an, wenn du selbst ein Bundle baust: zwei bis drei Kurse, die ein einziges Problem gemeinsam lösen, nie eine ganze Bibliothek auf einmal. Wenn sich zwei deiner Kurse in der Beschreibung schon fast wiederholen, ist das meist das Zeichen, dass sie zusammengehören – und keine zwei getrennten Verkaufsseiten brauchen.

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