
Es ist spät abends, draußen ist es bereits dunkel und in meiner Wohnung in München herrscht diese ganz besondere Stille. Nur das leise Surren meines Laptops begleitet mich, während ich auf die Statistiken meines aktuellen Kurses starre. Ein kleiner Stich im Herz: Ich merke, dass die meisten Teilnehmer nach dem dritten Video einfach aufhören. Sie verschwinden im digitalen Nirgendwo.
Kennst du das? Du steckst so viel Liebe in deine Inhalte, aber irgendwann verlieren die Leute den Anschluss. Es ist wie bei einer Yoga-Stunde, in der die Schüler mitten im Sonnengruß einfach ihre Matte zusammenrollen und gehen. Autsch.
Ich erinnerte mich sofort an mein großes Debakel von 2020. Damals wollte ich alles perfekt machen und versuchte, komplexe Prüfungen in WordPress zu programmieren. Ich wollte, dass meine Teilnehmer echtes Wissen nachweisen. Das Ende vom Lied? Ich verbrachte Nächte mit Plugins, die nicht funktionierten, und am Ende hatte ich ein System, das so kompliziert war, dass es niemand nutzte. Mein damaliges 40-seitiges PDF-Handbuch wurde wahrscheinlich von niemandem jemals ganz gelesen – ein schmerzhafter Moment der Erkenntnis.
Warum wir Quizzes oft völlig falsch angehen
Anfang des Jahres saß ich wieder vor meinen Kursen und wusste: Ich muss etwas ändern. Aber diesmal wollte ich nicht den Fehler machen, eine virtuelle Uni-Prüfung zu bauen. Ein Quiz im Online-Kurs sollte nicht die Peitsche sein, sondern das Salz in der Suppe. Es soll Spaß machen!
Oft denken wir Coaches, wir müssten das Wissen hart abfragen. Aber ganz ehrlich: Wer hat Lust auf Leistungsdruck nach Feierabend? Mein ehrlicher Rat nach mehreren Wochen Praxis: Verzichte auf Quizze zur reinen Wissensabfrage am Ende von Lektionen. Das unterbricht den Lernfluss massiv und setzt die Leute unter Druck. Es ist, als würde ich mitten im Savasana, der Endentspannung, plötzlich rufen: „Und, wie hieß der Muskel, den wir gerade gedehnt haben?!“ Der Vibe ist sofort im Eimer.

Stattdessen nutze ich Quizzes jetzt als spielerische Check-ins. Es geht um das Gefühl des Vorankommens. Bei Coachy ist das zum Glück so einfach, dass sogar ich – die Frau, die 2020 fast an einem Login-Button verzweifelt wäre – es in wenigen Minuten hinbekomme.
Der Moment, in dem es bei Coachy „Klick“ machte
Nach etwa zwei Wochen Testphase mit dem neuen Kurs-Editor stieß ich auf den Reiter für Quizzes. Ich öffnete ihn an einem verregneten Nachmittag im März und war fast schockiert: Das sah fast zu simpel aus, um wahr zu sein. Keine Zeilen voller Code, kein technisches Kauderwelsch.
Coachy bietet dir im Grunde 2 verfügbare Quiz-Fragetypen an: Single Choice (nur eine Antwort ist richtig) und Multiple Choice (mehrere Antworten können stimmen). Mehr braucht es oft gar nicht. Es ist wie beim Kochen: Du brauchst keine 50 Gewürze, um ein tolles Curry zu zaubern. Die richtige Basis reicht völlig aus.
Was mich als Münchner Coach besonders beruhigt: Coachy ist eine deutsche Plattform und damit DSGVO-konform. Das war für mich ein riesiges Argument, weil ich keine Lust mehr hatte, meine Teilnehmerdaten auf irgendwelchen US-Servern zu verteilen und nachts wachzuliegen, weil ich Angst vor Abmahnungen hatte.
So baust du dein Quiz bei Coachy auf
Wenn du dein Quiz erstellst, hast du eine wichtige Einstellung: die Bestehensgrenze. Diese liegt auf einer prozentualen Skala, wobei die maximale Bestehensgrenze in den Einstellungen bei 100 Prozent liegt. Aber Hand aufs Herz: Musst du wirklich 100 Prozent verlangen? Ich stelle sie oft auf 80 Prozent ein, damit kleine Flüchtigkeitsfehler nicht frustrieren.
Hier ist meine kleine Schritt-für-Schritt-Erfahrung für dich:
- Gehe in deinen Kurs-Editor und wähle die Lektion aus, nach der du einen Check-in einbauen willst.
- Klicke auf „Quiz hinzufügen“.
- Formuliere Fragen, die motivieren. Statt „Was ist die Definition von X?“ frage lieber „Welches Gefühl hattest du bei der Übung?“
- Nutze die Feedback-Funktion! Wenn jemand eine Antwort gibt, kannst du einen kleinen Text einblenden. Das ist der Ort für ein virtuelles High-Five.

Der eigentliche Wendepunkt kam für mich, als ich die Bestehensgrenze mit der Zertifikatsfunktion verknüpfte. Plötzlich wurde aus einem passiven Video-Kurs ein interaktives Erlebnis. Wenn du wissen willst, wie man das genau einstellt, habe ich dazu mal aufgeschrieben, wie man ein Coachy Zertifikat erstellen kann, das dann automatisch versendet wird. Das ist der ultimative Motivations-Boost!
Gamification: Der Zaubertrick gegen Kurs-Abbrecher
Wir Menschen lieben Belohnungen. Das nennt man Gamification. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass solche Elemente die Kurs-Abschlussrate nachweislich erhöhen. Wenn ein Teilnehmer eine Frage richtig beantwortet und ein grüner Haken erscheint, schüttet das Gehirn ein kleines bisschen Dopamin aus. Es fühlt sich gut an!
Ich merkte das vor ein paar Tagen, als ich die ersten Rückmeldungen zu meinem neuen Modul bekam. Eine Teilnehmerin schrieb mir: „Normalerweise quäle ich mich durch Online-Kurse, aber deine kleinen Fragen zwischendurch haben mich richtig bei der Stange gehalten.“ Das war genau das, was ich erreichen wollte.
Früher dachte ich immer, Technik müsste kompliziert sein, um professionell zu wirken. Aber das Gegenteil ist der Fall. Je einfacher das Tool für mich ist, desto mehr Energie habe ich für meine Teilnehmer. Falls du noch schwankst, ob Coachy das Richtige für dich ist, habe ich auch schon mal darüber geschrieben, wie Mentortools Gamification einsetzt – es ist immer spannend zu sehen, wie unterschiedlich die Plattformen das lösen.

Mein ehrliches Fazit nach der Umstellung
Warum wir Coaches oft zu kompliziert denken? Wahrscheinlich, weil wir Angst haben, nicht ernst genommen zu werden. Aber meine Teilnehmer wollen keine Professorin, sie wollen eine Begleiterin. Das Quiz-Tool bei Coachy hat mir geholfen, genau das zu sein. Es nimmt ihnen die Angst vor dem Versagen und gibt ihnen stattdessen kleine Erfolgserlebnisse.
Das schönste Gefühl war für mich, als ich zum ersten Mal die „Bestanden“-Meldung in der Vorschau sah, während ich gemütlich auf meinem Sofa saß. Keine Fehlermeldung, kein zerschossenes Design – einfach nur ein klares Feedback. Es war dieser Moment, in dem ich wusste: Okay, die Technik ist endlich mein Freund.
Wenn du also gerade an deinem Kurs sitzt und merkst, dass die Luft raus ist: Probier es mal mit einem ganz einfachen Quiz. Nicht um zu prüfen, sondern um zu feiern, was deine Teilnehmer schon gelernt haben. Es ist wie eine kleine Verbeugung am Ende der Yoga-Stunde – ein Moment des Innehaltens und der Wertschätzung.