
Nur ein einziger Eintrag in den DNS-Einstellungen deines Hosters entscheidet, ob deine Kursseite aussieht wie eine kryptische Zahlenkombination oder wie deine eigene Marke. Genau ein CNAME, mehr braucht es nicht, um bei Mentortools die eigene Domain zu verbinden. Bevor ich das wusste, hab ich mich zwei Wochen lang bei Thinkific durch Menüs geklickt, die Domain-Anleitung dort gelesen, wieder zugeklappt, wieder aufgemacht – und irgendwann ratlos aufgegeben. Technik für Coaches ohne Vorwissen fühlt sich beim Aufbau des eigenen Online-Kurses oft komplizierter an, als sie ist.
Genau deshalb schreibe ich diese Anleitung so, wie ich sie mir damals gewünscht hätte: ohne Fachchinesisch, dafür mit jedem einzelnen Klick.
Eine geliehene URL wirkt wie ein Konferenzraum, den du nur für eine Stunde gemietet hast – funktional, aber nie wirklich deiner. Deine Teilnehmerinnen und Teilnehmer merken das, auch wenn sie es nicht benennen können. Eine eigene Domain sagt dagegen: Hier bist du bei mir, nicht bei einem anonymen Anbieter.
Warum genügt wirklich nur ein einziger DNS-Eintrag?
Das Domain Name System klingt nach Serverraum und Rechenzentrum, ist im Kern aber simpler als ein Rezept mit drei Zutaten. Ein CNAME-Eintrag ist ein Wegweiser: Er sagt dem Internet, wohin es jemanden schicken soll, der deine Wunschadresse eintippt. Mehr braucht dieser eine Eintrag nicht zu leisten – kein Servercode, keine Programmierkenntnisse, kein zweites Studium.
Bei Mentortools bleibt genau dieser eine Punkt übrig, wenn man alles Drumherum wegräumt. Andere Plattformen verstecken diesen Schritt gerne hinter mehreren Untermenüs, hier liegt er offen im Dashboard.

Subdomain statt Domain-Umzug: der sichere Weg für Technik-Laien ohne Vorwissen
Der größte Denkfehler bei diesem Thema: zu glauben, man müsse die komplette Domain umziehen. Das stimmt nicht. Deine Domain bleibt an ihrem Platz – mit allen E-Mail-Adressen, allen bestehenden Seiten, allem, was schon funktioniert. Was du brauchst, ist eine Subdomain: ein neuer Raum, der an das bestehende Haus angebaut wird, ohne die Grundmauern anzurühren. Meistens heißt sie dann kurs.deine-domain.de oder akademie.deine-domain.de.
Wie du diesen neuen Raum innen strukturierst – welche Module wohin gehören, in welcher Reihenfolge deine Teilnehmer sie sehen – ist ein eigenes Thema für sich. Hier geht es erstmal nur um die Adresse davor.
Meine Kollegin Ulrike Herrmann aus Düsseldorf hat mir dazu neulich eine hochoffizielle E-Mail geschrieben, Betreff komplett in Großbuchstaben, im Zoom-Call danach aber drauflos geredet, als würden wir uns seit Jahren kennen. Ihre Sorge: Sie könnte beim Eintragen aus Versehen ihre komplette bestehende Webseite löschen. Genau das kann bei einer Subdomain nicht passieren – das Haupthaus bleibt unberührt, egal was im Anbau passiert.
So verbindest du deine Domain bei Mentortools in fünf Schritten
Genauso einfach ist das übrigens bei anderen technischen Basics: Wer seinen Mentortools Kurs anlegen und strukturieren kann, schafft auch diese fünf Schritte hier – versprochen.
Schritt eins: Öffne dein Mentortools-Dashboard und geh zu Einstellungen, dann zu Eigene Domain. Schritt zwei: Trag dort die Subdomain ein, die du dir wünschst. Mentortools liefert dir dafür automatisch eine SSL-Verschlüsselung mit 256-bit Bitrate mit, ohne dass du selbst etwas dafür tun musst. Schritt drei: Kopier den Wert, den dir Mentortools jetzt anzeigt. Schritt vier: Wechsle ins Dashboard deines Hosters – Strato, Ionos, oder wo auch immer du deine Domain gekauft hast – und füg diesen Wert dort als CNAME ein. Schritt fünf: Speichern. Das war's schon.
Wo deine Kursvideos am Ende technisch liegen, ist davon komplett unabhängig – das regelst du separat, unabhängig von der Domain-Frage. Auch eine eigene Landingpage vor dem Kursbereich ist ein Projekt für sich, das mit dieser Einrichtung hier nichts zu tun hat.

Die Wartezeit von bis zu 48 Stunden hat einen Grund
Nach dem Speichern passiert erstmal: nichts Sichtbares. Die DNS-Propagierung kann bis zu 48 Stunden dauern, weil jeder Server auf der Welt den neuen Wegweiser erst übernehmen muss. Das ist keine Mentortools-Eigenheit, sondern wie das Internet grundsätzlich funktioniert.
Kein Grund zur Sorge. Nur Geduld.
Als ich neulich meinen eigenen Kurslink zum ersten Mal wieder in die Adresszeile getippt habe, kam kein leises Seufzen mehr, nur ein zufriedenes Nicken, weil einfach alles lief.
Genau dieser Moment, in dem der Status im Dashboard von Rot auf Grün springt, macht den Unterschied. Deine Teilnehmerinnen und Teilnehmer sehen danach nur noch deine eigene Adresse, nichts von der Technik dahinter.
Was sie danach im Kursbereich erlebt – wie gut sie bei der Stange bleiben, wie oft sie zurückkommen – hängt von ganz anderen Dingen ab als von der Domain davor.
Wann solltest du die Domain wirklich scharfschalten?
Das hätte ich gerne vorher gewusst: nicht zu früh verbinden. Sobald Google deine Subdomain crawlt, während dort noch Platzhaltertexte oder unfertige Videos liegen, wirkt sich das auf dein Ranking aus. Warte lieber, bis dein Kurs inhaltlich wirklich steht, und feiere die Domain-Verbindung dann als deinen offiziellen Start.
Auch das Design und die Farben deines Kursbereichs kannst du in aller Ruhe vorher festlegen, lange bevor die eigene Adresse überhaupt sichtbar wird.
Der Mitgliederbereich dahinter – mit Login, Fortschrittsanzeige und allem Drum und Dran – braucht sowieso noch eigene Aufmerksamkeit, unabhängig von der URL davor.
Genauso wenig hat die Domain etwas mit der Zahlungsanbindung oder mit automatisierten Willkommens-Mails zu tun – auch das sind eigene Baustellen, die du dir für später aufheben kannst.
Falls du deine Teilnehmer auch mobil begleiten willst: Schau dir an, wie du die Mentortools App einrichten kannst, sobald die Domain steht.
Sechs Jahre und drei Plattformen später weiß ich: Technik-Hürden sind meistens nur schlecht erklärte Anleitungen. Ein CNAME-Eintrag, eine Subdomain, ein bisschen Geduld – mehr steckt nicht dahinter. Trag den Wert ein, speichere, und lass deine eigene Domain in Ruhe ankommen.